
Mesotherapie
Was ist Mesotherapie?
Die Mesotherapie ist eine Behandlung, bei der sehr kleine Mengen von Medikamenten, Vitaminen oder anderen Wirkstoffen mit vielen feinen, oberflächlichen Injektionen direkt in die Haut gespritzt werden.
Wozu wird sie eingesetzt?
- In der Haut- und ästhetischen Medizin, z. B. zur Hautverjüngung oder gegen Haarausfall.
Wie wirkt es?
- Die Wirkstoffe gelangen genau dorthin, wo sie gebraucht werden.
- Durch die vielen kleinen Einstiche wird die Haut zusätzlich besser durchblutet.
- Es reichen meist geringere Medikamentenmengen, weil sie nicht über den ganzen Körper verteilt werden müssen.
Wie läuft die Behandlung ab?
- Die Haut wird desinfiziert.
- Mit einer sehr feinen Nadel oder einer speziellen Injektionspistole werden winzige Mengen des Wirkstoffgemisches in die Haut eingebracht.
- Die Behandlung dauert meist nur wenige Minuten.
Wie fühlt es sich an?
- Man spürt viele kleine Stiche, ähnlich wie Mückenstiche.
- Meist gut auszuhalten.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
- Kurzzeitige Rötungen, kleine Blutergüsse oder Schwellungen.
- Selten Infektionen oder allergische Reaktionen.
- Normalerweise gut verträglich.
Wie schnell hilft es?
- Oft schon nach wenigen Sitzungen.
Häufig sind mehrere Behandlungen im Abstand von Tagen oder Wochen nötig.
PRP-Vampirlift
Was ist ein PRP-Vampirlift?
„PRP“ steht für Platelet Rich Plasma, also „Plättchenreiches Plasma“.
Dabei wird Ihr eigenes Blut verwendet: Nach einer kleinen Blutabnahme wird es in einer Zentrifuge aufbereitet, sodass man das Plasma mit vielen Wachstumsfaktoren gewinnt. Dieses Plasma wird dann mit feinen Nadeln in die Haut zurückgespritzt.
Warum nennt man es Vampirlift?
Weil Ihr eigenes Blut dafür genutzt wird und es sozusagen ein „natürliches Lifting“ ohne Fremdstoffe ist.
Wozu wird es eingesetzt?
- Hautverjüngung (feinere Hautstruktur, frischeres Aussehen).
- Behandlung von Falten und müder Haut.
- Unterstützung bei Haarausfall.
- Behandlung von Akne- und anderen Narben
- Behandlung von Schwangerschaftsstreifen
Wie wirkt es?
- Die Blutplättchen enthalten Wachstumsfaktoren.
- Diese regen die Hautzellen und die Kollagenbildung an.
- Die Haut wird elastischer, straffer und besser durchblutet.
Wie läuft die Behandlung ab?
- Kleine Blutabnahme aus der Armvene.
- Trennung des Plasmas im Gerät (Zentrifuge).
- Einspritzen des PRP mit feinen Nadeln in die Haut (z. B. Gesicht, Hals, Kopfhaut).
- 3-4 Behandlungen im Abstand von 4-6 Wochen in Kombination mit Mikroneedling.
Wie fühlt es sich an?
- Kurze Piekser, ähnlich wie bei einer Blutabnahme oder kleinen Spritzen.
- Bei empfindlicher Haut kann eine Betäubungscreme vorher aufgetragen werden.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
- Kurzzeitige Rötung, kleine Schwellungen oder Blutergüsse.
- Da körpereigenes Blut verwendet wird, sind allergische Reaktionen extrem selten.
Wann sieht man Ergebnisse?
- Erste Effekte oft nach einigen Wochen.
- Für ein nachhaltiges Ergebnis werden meist mehrere Sitzungen empfohlen.


Mikroneedling
Mikroneedling ist eine sanfte Behandlungsmethode für die Haut. Dabei wird mit einem speziellen Gerät, das feine, kurze Nadeln enthält, die oberste Hautschicht gezielt und sehr oberflächlich „angereizt“. Diese winzigen Einstiche sind kaum sichtbar und regen die Haut dazu an, sich selbst zu erneuern.
Wie wirkt die Behandlung?
Durch die feinen Reize wird die Haut dazu gebracht, mehr Kollagen, Elastin und Hyaluronsäure zu bilden. Diese Stoffe sind wichtig, damit die Haut fest, glatt und elastisch bleibt. Dadurch kann die Haut nach einigen Behandlungen frischer, straffer und ebenmäßiger aussehen.
Wofür wird Mikroneedling eingesetzt?
- Verbesserung von feinen Fältchen
- Behandlung von Aknenarben oder anderen Narben
- Verfeinerung der Porenstruktur
- Reduzierung von Pigmentflecken
- Straffung und Glättung der Haut
Wie läuft die Behandlung ab?
- Die Haut wird zunächst gründlich gereinigt.
- Auf Wunsch kann eine betäubende Creme aufgetragen werden, damit die Behandlung angenehmer ist.
- Mit dem Needling-Gerät wird die Haut gleichmäßig bearbeitet.
- Zum Abschluss wird eine beruhigende und pflegende Maske oder Creme aufgetragen.
Die Behandlung dauert je nach Areal etwa 30–60 Minuten.
Was spürt man dabei?
Die meisten Patienten empfinden das Mikroneedling als leichtes Kratzen oder Pieksen. Mit Betäubungscreme ist es meist gut auszuhalten.
Worauf sollte man nach der Behandlung achten?
- Die Haut kann für 1–2 Tage gerötet sein – ähnlich wie nach einem leichten Sonnenbrand.
- Vermeiden Sie in dieser Zeit Sonne, Solarium und Sauna.
- Verwenden Sie unbedingt Sonnenschutz.
- Pflegen Sie die Haut mit einer empfohlenen beruhigenden Creme.
Vorteile des Mikroneedlings
- Regt die natürliche Hauterneuerung an
- Keine oder nur sehr kurze Ausfallzeit
- Geeignet für viele Hauttypen
- Kann mehrfach wiederholt werden für ein optimales Ergebnis
Botoxinjektion
Was ist Botulinumtoxin (Botox)?
Botulinumtoxin – meist „Botox“ genannt – ist ein Medikament, das die Signalübertragung von Nerven zu Muskeln vorübergehend blockiert. Dadurch entspannen sich bestimmte Gesichtsmuskeln.
Wozu wird es eingesetzt?
- Behandlung von Mimikfalten, z. B.:
- Zornesfalten (zwischen den Augenbrauen)
- Stirnfalten
- Krähenfüße (neben den Augen)
- Vorbeugung gegen das Vertiefen neuer Falten.
- Teilweise auch gegen übermäßiges Schwitzen (Hyperhidrose) z. B. Achseln, Hände, Füße, Kopf.
Wie wirkt es?
- Muskeln, die Falten durch Anspannung verursachen, werden entspannt.
- Die Haut darüber glättet sich und wirkt jünger und frischer.
- Die Wirkung hält einige Monate an, danach bauen sich die Effekte langsam ab.
Wie läuft die Behandlung ab?
- Die Ärztin/der Arzt untersucht das Gesicht und markiert die Injektionspunkte.
- Mit sehr feinen Nadeln wird das Botox in die entsprechenden Muskeln gespritzt.
- Die Behandlung dauert meist nur 10–20 Minuten.
Wie fühlt es sich an?
- Kleine Piekser, ähnlich wie bei einer Blutabnahme, meist gut auszuhalten.
- Betäubung ist in der Regel nicht nötig.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
- Vorübergehende Rötungen, kleine Blutergüsse oder Schwellungen.
- Selten: Kopfschmerzen oder ein leichtes Schweregefühl im behandelten Bereich.
- Sehr selten: vorübergehend hängendes Lid oder Asymmetrien (kann durch Korrektur wieder ausgeglichen werden).
Wann sieht man Ergebnisse?
- Erste Wirkung nach 2–5 Tagen.
- Deutliche Wirkung nach ca. 1–2 Wochen.
- Dauer: etwa 3–6 Monate, danach kann die Behandlung wiederholt werden.


Injektionslipolyse
Bei der Injektionslipolyse wird ein spezielles Medikament mit feinen Nadeln direkt in kleine Fettpolster gespritzt. Die Substanz enthält Stoffe (z. B. Phosphatidylcholin, Desoxycholat), die die Fettzellen auflösen. Der Körper baut das gelöste Fett dann über den natürlichen Stoffwechsel ab.
Wozu wird es eingesetzt?
- Zur Behandlung kleiner, störender Fettpolster, die trotz Diät oder Sport bleiben.
- Typische Stellen: Doppelkinn, Hängebäckchen, Oberarme, Bauch, Hüften, Oberschenkel, Knie.
- Wichtig: Es ist keine Methode zum Abnehmen, sondern für kleine Problemzonen gedacht.
Wie wirkt es?
- Das Medikament zerstört die Fettzellen.
- Der Körper transportiert das Fett über Lymph- und Blutkreislauf ab.
- Das Ergebnis entwickelt sich langsam über mehrere Wochen.
Wie läuft die Behandlung ab?
- Hautdesinfektion und ggf. Anzeichnen der Stellen.
- Mit sehr feinen Nadeln wird der Wirkstoff in die Fettpolster gespritzt.
- Die Behandlung dauert meist 15–30 Minuten.
Wie fühlt es sich an?
- Kleine Piekser beim Spritzen.
- Danach meist Wärmegefühl oder Brennen.
Welche Nebenwirkungen sind möglich?
- Rötung, Schwellung, Blutergüsse oder Spannungsgefühl für einige Tage.
- Leichte Schmerzen ähnlich wie Muskelkater.
- Sehr selten Infektionen oder Knotenbildung.
Wann sieht man Ergebnisse?
- Erste Veränderungen oft nach 4–6 Wochen.
- Meist sind 2–4 Sitzungen im Abstand von einigen Wochen nötig.
Die behandelten Fettzellen verschwinden dauerhaft.
